Flottenbericht Thunersee 2025

Die Yngling Seglerinnen und Segler der Thunersee Flotte waren in dieser Saison sehr erfolgreich unterwegs. Wo sie auch starteten, durfte mit einer einzigen Ausnahme mindestens ein Team am Ende des Tages das Podest erklimmen. 

Während an der Osterregatta noch Maja Siegenthaler mit Michèle Guggisberg und Patrick Morgenthaler (TYC) zuoberst standen, sicherten sich in Beinwil und kurz darauf auch in Zürich, Stephan Speiser mit Sophie Mosegaard und Raphael Pfister bzw. Michèle Grossenbacher (TYC) den ersten Rang.

In der ersten Saisonhälfte fielen die Windverhältnisse eher dürftig und vor allem von vielen Drehern geprägt aus. Nicht so in Steckborn. Bei schönstem Westwind mit bis zu 12 Knoten, konnten die maximal möglichen sieben Läufe ausgetragen werden. Diesmal sorgten Christoph Bichsel und Markus Jakob mit Michell Mendoza (RCO) dank ihrem 3. Rang ebenfalls für einen Podestplatz. Zum Saisonende in Zürich beim ZYC waren die Verhältnisse leider so widrig, dass das einzige Team aus Thun frühzeitig abreiste.

Auf der Oosterschelde NL, anlässlich der WM mit 52 Booten am Start, war's dann wieder das Maja Siegenthaler (TYC), die sich mit ihrer Crew hinter dem Holländischen Siegerboot von Yska Minks den ausgezeichneten 2. Rang verdiente. Der im 3. Rang klassierte Reinier de Kler liess es sich nicht nehmen, zu einer Revanche anzutreten. Dazu reiste er eigens in die Schweiz. Im TYC standen dann Reiniers und Majas Team in umgekehrter Reihenfolge auf dem Treppchen.

Die bei traumhaften Wind- und Wetterbedingungen in Nyon ausgetragene Schweizermeisterschaft gewann das Team Thomas Kristiansen, Marc Bornand und Sandra Schaer (SCRG). Das Podest wurde zu ihrer Linken von Maja Siegenthalers (TYC) und zur Rechten von Stephan Speisers Team (TYC) flankiert.

Flottenbericht Zürichsee 2025

Die letzte Regatta der vergangenen Saison liegt bereits einige Wochen zurück, und unsere Boote sind im Winterlager. Dank Suisse Yngling und den verschiedenen Segelclubs vom Boden- bis zum Genfersee hatten wir viele Möglichkeiten unserem Hobby nachzugehen. Lehrreiche Trainings und spannende Regatten haben viel Spass gemacht.

Im Suisse Yngling Cup wurden wie gewohnt sechs Regatten gesegelt. Gewonnen hat den Suisse Yngling Cup dieses Jahr wieder Thomas Kristiansen (SCRG) mit seinem Team vor mir mit meiner Crew. Die Plätze vier, fünf, sieben, acht und zwölf erreichten die Zürcher Steuerleute Serafin Bäbler, Jan Wild, Patrick Haag und Matthias Bischoff mit ihren Crews. Weitere Zürcher Teams nahmen an einer oder zwei Regatten teil.

Die Schweizermeisterschaften fanden in Nyon auf dem Genfersee statt. Bei idealem Segelwetter konnten wir an den drei Tagen die maximale Anzahl Läufe segeln. Die Regatta blieb bis zum letzten, dem 10. Lauf spannend. Der bis dahin führenden Maja Siegenthalter mit Patrick Morgenthaler und Michèle Guggisberg (TYC) reichte es um einen Punkt nicht für den Sieg. Der Schweizermeistertitel ging an Thomas Kristiansen, Marc Bornand und Sandra Schär.

Die Weltmeisterschaft fand dieses Jahr im Juli in Holland an der Oosterschelde mit 52 teilnehmenden Booten statt. Den sensationellen 2. Platz, erreichte Maja Siegenthalter (TYC) mit ihrer Crew. Das Team BazYnga mit Thomas Kristiansen, Sandra Schaer und Marc Bornand erreichte den ausgezeichneten 10. Rang. Es nahmen vier Boote vom Zürichsee teil.

Neben den zwei Suisse Yngling Cup Regatten fanden auf dem Zürichsee der Ladies Cup und das Old Fashion Race statt. Bei herrlichem Sommerwetter aber wenig Wind gab es am Ladies Cup zwei Läufe. Der schöne Sommerabend beim Zürcher Segelclub rundete den gelungenen Anlass ab. Beim Old Fashion Race hatten die Ynglinge wie immer einen separaten Start. Bei Leichtwind segelten wir bald zusammen mit den Oldtimern, aber auch mit den modernen Segelbooten um die Wette. Der Zürcher Yachtclub war einmal mehr ein sympathischer Gastgeber.

Ende März fand in Thun das zweitägige Training statt. Bei gutem Segelwetter haben wir wieder viel geübt und gelernt. Das Wochenende mit dem professionellen Trainer war wieder der perfekte Einstieg in die Regattasaison.

Das Dienstags-Regattatraining auf dem Zürichsee fand von April bis September statt und wurde gut besucht. Vielen Dank an die Organisation durch den ZSC und die Sailcom Race Group.

Unseren Flottenhöck mit der Siegerehrung für die besten Boote unserer Flotte fand im März statt. Gut 20 Seglerinnen und Segler genossen den gemütlichen Abend im Clubhaus des ZSC. Die Steuerleute Thomas Kristiansen und ich wurden für ihre Resultate im Jahr 2024 ausgezeichnet.

Zuletzt noch in eigener Sache: Nach acht Jahren gebe ich mein Amt als Flottenchef des Zürichsees ab. Die Aufgabe verschaffte mir Befriedigung und machte mir viel Spass. Sandra Schär wird ab dem kommenden Jahr eure Flottenchefin sein. Die meisten von euch kennen sie als engagierte und sympathische Seglerin. Ich wünsche ihr viel Freude und alles Gute bei dieser Aufgabe.

Euer Flottenchef, Oskar Erdin

Flottenbericht Hallwilersee 2025

Bericht Port-o-Böju, Wochenden 3./4. Mai 2025 in Beinwil genannt Böju

Das Portweinfässli für die Siegercrew entwickelt sich langsam zu einem Boomerang: Stephan Speiser hat es als Sieger von 2024 mitgebracht und dieses Jahr mit seiner Crew Raphael Pfister und Sophie Mosegaard gleich wieder mitgenommen.

Die 15 Boote mussten am Samstag nur kurz warten bis sich ein Südwind eingestellt hatte. Speditive Kursauslegung, Start und 1. Lauf bei ca. 2 bis 3 Bf.

Danach hat die Wetterlage gemäss Wettervorhersage etwas gedreht und es ging für die weiteren 3 Läufe aus Richtung Südwest weiter. Der Wind blieb den ganzen Nachmittag recht stabil, was schön zu segelnde 4 Läufe mit 4 verschiedenen Siegern ergab. Das Komitee der Starflotte unter Leitung von Martin Hartmann machte einen sehr guten Job was viel zur guten Stimmung beigetragen hat.

Zu Nacht gespiesen wurde im Seehotel gleich nebenan, feine Küche und angeregte Gespräche.

Am Sonntag sah die Sache etwas anders aus: Der Wetterbericht setzte sich mit Regenfronten und Gewitter durch. Start zum 5. Lauf nach Wartezeit an Land. Die erste Kreuz war bei Nordwest mit ca. 3 Bf. gut zu segeln, danach setzte sich das angekündigte Wetter durch. Der Hallwilersee geriet zwischen diese beiden Fronten und der Wind schlief komplett ein, Abbruch und warten auf das weitere Geschehen. Eine rabenschwarze Gewitterfront kündigt sich im Norden am Jurafuss an, was das Komitee zum weisen Entscheid AP über A bewog.

Bei totaler Flaute konnten die ersten Boote auswassern, die restlichen erwischte es mit Regen und böigem Wind, mit vielen Drehern, Streifen und Löchern. Einen vernünftigen Lauf hätte das nicht ergeben und wir alle waren mit der relativ frühen Heimreise einverstanden.

Die Rangliste vom Samstag nach 4 Läufen wurde nun zum Schlussresultat mit Sieger SUI 474, 2. Rang SUI 471 mit Oskar Erdin, Michèle Spörri, Konrad Schindler und auf dem 3. Rang SUI 457 mit Thomas Kristiansen, Sandra Schär und Marc Bornand.

Ein herzliches Dankeschön an die kompetente Wettfahrtleitung und an unsere fleissigen Helfer an Land.

Das macht die Port-o-Böju alle Jahre wieder zu einem schönen und unkomplizierten Anlass.

Wir freuen uns auf die Ausgabe 2026!

Thomas Huber